Einzigartige Entwürfe warten auf ihre Realisierung

An- & Umbauten: Hohe Schule der Wirtschaftlichkeit

Seit seiner Jugend skizzierte Gerhard K. Eichweber immer wieder Bauwerke und optimierte die Entwürfe unter immer wieder neuen Gesichtspunkten. Während einige seiner Auto-Ideen teilweise, inzwischen 4 Jahrzehnte später, so ähnlich auf den Straßen gesehen werden, weisen einige Architektur-Entwürfe Merkmale auf, die bis heute nicht realisiert wurden.

Eigentlich hatte Gerhard Eichweber Architekt werden wollen.
So wie seinem Vater, lag ihm das Bauen im Blut. Und die vielen Um- und Anbauten im Elternhaus hatten dem aufmerksamen Beobachter aller Details und Handbewegungen die Fertigkeiten vermittelt, um später selbst gerade die schwierigen Arbeiten genau so detailgenau durchzuführen, wie sie als Teil eines Ganzen eigentlich fachgerecht waren. Nur daß diese Fachgerechtigkeit nicht mehr allen Fachleuten geläufig ist, respektive aus Nachlässigkeit nicht angewandt wird.

Später wurde Architektur ein wichtiges Tätigkeits-Feld von Value Design. Hier tat Gerhard sich vor allem im Industriebau hervor und gestaltete daneben sehr genau auf gegenwärtige und zukünftge Bedürfnisse – und auf den Genius Locci – eingehende Wohnbauten und Außenanlagen für Familien.

Wenn Bedürfnisse sich vorhersehbar über Jahrzehnte ändern, sollen Menschen gerade im Alter und in geänderten Konstellationen, nicht "ihren" Ort wechseln müssen.
Die Wandlung aber muß von vornherein mit geplant werden, ohne sie zu prejudizieren.

Als Teil der Value Design-Aktivitäten hat Gerhard K. Eichweber immer wieder Architektur-Projekte angenommen und als schlüsselfertige Projekte abgeliefert. Dabei spielt Corporate Architecture, also die genau zum Unternehmen passende Architektur eine wichtige Rolle. Dieser Ausdruck des Wesens einer Firma wird durch die Ermöglichung der Arbeitsweisen und das Eingehen auf die besondere Kompetenz eines Unternehmens deutlich. Durch die Gestalt, aber auch durch die technischen Eigenschaften der Räume und ihrer Ausstattung.

Andererseits zeigt sich Gerhard K. Eichwebers spezifische Kompetenz und Anleitung in An- und Umbauten.
Deren Wirtschaftlichkeit hängt entscheidend davon ab, wie sehr Planer bereit und in der Lage sind, auf Vorhandenes einzugehen und es als Grundlage und Randbedingung ihrer Arbeit zu akzeptieren, anstatt einem Projekt Ideen aufzuzwingen, die man allenfalls auf einem weißen Blatt Papier haben könnte.
Erst dieses Annehmen und kreative Eingehen auf das, was ist, macht Umbauten wirklich wesentlich kostengünstiger und damit auch nachhaltiger, als Abriss und Neubau.

Bei An- und Umbauten bewahrheitet sich darüber hinaus
Gerhard K. Eichwebers Aussage, daß "Abschreibungsregeln
ein wichtiges Design-Kriterium" sind, auf ganz eigene Weise:
So wie in der Industrie die Amortisations-Ziele für F&E-Aufwendungen die Fähigkeit zur Innovation steuern, so ist beim Bauen wichtig zu wissen, wie An- und Umbauten steuerlich behandelt werden: Wo diese auf die Restlaufzeit der Amortisation eines Bauwerkes, in Deutschland beispielsweise 50 Jahre, berechnet wird, ist es also möglich, bei einer sehr kurzen Restlaufzeit des Altbaus einen An- und Umbau in diesen wenigen Jahren steuerlich abzusetzen.

Bei Anbauten kommt es dann allerdings darauf an, genau zu beachten, was ein Anbau ist: Ein Bauwerk, welches nach Abriss des Gebäudes, an welches angebaut wurde, nicht unverändert für sich allein fortbestehen kann. Der Anbau darf also keine eigene Heiz-Kessel, Treppenhäuser, Toiletten etc. aufweisen.
Und natürlich keine eigenen Wände, im Anschluss an den Altbau. Wenn man Dach und Geschoss-Decken als Kragplatten an den Altbau heran reichen lässt, erlaubt dies auch, mit der Gründung des Neubaus Abstand zum Altbau zu halten und so allenfalls zusätzlich Kosten zu sparen.

Der größte Dienst für den Auftraggeber besteht aber darin, daß die steuerliche Behandlung durch eine kreative Lösung genau beachtet wird, die einerseits selbstverständlich alle funktionalen Ziele des Bauherren optimal erfüllt und andererseits erlaubt, Gestehungskosten kurzfristig mit Gewinnen zu verrechnen.

Als Hinweis sei allerdings angemerkt, daß nach mehreren derartigen "Kunststücken" und der Niederlage der dies nicht akzeptieren wollenden Finanzbehörden vor dem deutschen Bundesfinanz-Gerichtshof, eine "Lex Eichweber" die deutsche Steuergesetzgebung in dieser Hinsicht inzwischen verändert haben soll.



Der Stift lag nie still, während Gerhard
dem Unterricht folgte.

Immer wieder wurden Varianten von Grundrissen und ihr Zuammenwirken mit Stockwerken und Fassaden optimiert.

Dennoch blieb Architektur nur ein liebes, aber peripheres Arbeitsgebiet seiner Profession.

Zu gross war der Druck der stetigen Nachfrage nach Lösungen, die kaum jemand anders so bringt, optimiert und implementiert, namentlich im High Tech Bereich.